Die kurze Antwort: PrestaShop 9 erneuert die technische Basis der Plattform (Symfony 6.4, PHP 8.1 oder neuer, neue APIs). Ein Shop verkauft nicht mehr, nur weil er aktuell ist. Wer aber auf PrestaShop 1.7 bleibt, hat PHP-Versionen ohne Support, Module, die keine Updates mehr bekommen, und mehr Sicherheitsrisiken. Die Kosten des Updates hängen fast ausschließlich davon ab, wie viele Module und Anpassungen der Shop hat.
Was sich mit PrestaShop 9 ändert
Die Neuerungen, die für Shopbetreiber zählen, aus den offiziellen Release Notes zu Version 9:
- Symfony 6.4 LTS: das Framework unter PrestaShop, mit garantierten Sicherheitsupdates bis November 2027.
- Mindestens PHP 8.1, mit Unterstützung bis PHP 8.4: schnellere Server und Versionen, die noch gepflegt werden.
- Neue Admin-APIs, nützlich, um den Shop an Warenwirtschaft und Lager anzubinden.
- WebP- und AVIF-Bilder von Haus aus: leichtere Seiten ohne zusätzliche Module.
- Hummingbird, ein neues, moderneres Standard-Theme neben dem Classic-Theme.
- Ein Update-Assistent, der künftige Versionswechsel einfacher macht.
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PrestaShop 8 |
PrestaShop 9 |
|---|---|---|
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PHP |
7.2 bis 8.1 |
8.1 bis 8.4 |
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Symfony |
4.4 |
6.4 LTS |
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Standard-Theme |
Classic |
Classic, mit Hummingbird als Alternative |
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Admin-APIs |
die bisherigen |
neue, auf Basis von API Platform |
Inzwischen sind weitere Versionen der 9er-Reihe erschienen, mit Neuerungen wie dem One-Page-Checkout: Die aktuelle Liste steht auf der Versionsseite von PrestaShop.
Lohnt sich das Update?
Ja, wenn der Shop verkauft und das noch jahrelang tun soll. Die Anzeichen, dass es Zeit ist:
- der Shop läuft auf PrestaShop 1.6 oder 1.7 oder auf einer PHP-Version, die das Hosting bald abschaltet;
- einige Module bekommen keine Updates mehr, oder der Entwickler unterstützt sie nicht mehr;
- der Shop ist langsam, und der Server lässt sich wegen der PrestaShop-Version nicht aktualisieren;
- Sie müssen den Shop anbinden, etwa an eine Warenwirtschaft, und die vorhandenen APIs reichen nicht.
Manchmal sollte man dagegen über einen Plattformwechsel nachdenken: Ist der Shop auf einer alten Version stark angepasst, kann der Sprung fast so viel kosten wie ein Neubau. Dann bekommen Sie von uns zwei Schätzungen, Update oder Migration, und Sie entscheiden. Mehr dazu auf der Seite zur Shop-Migration.
Wie man updatet, ohne die Verkäufe zu stoppen
1. Check des Shops: Version, Module, Theme, direkte Änderungen im Code, Server. Hier zeigt sich, wie viel Arbeit es ist.
2. Testkopie: Das gesamte Update läuft auf einer Kopie des Shops, nicht auf dem, der verkauft.
3. Module und Theme: Was eine kompatible Version hat, wird aktualisiert, der Rest ersetzt oder neu geschrieben. Das Theme muss meist angepasst werden.
4. Tests mit echten Bestellungen: Warenkorb, Zahlungen, Versand, E-Mails, Anbindung an die Warenwirtschaft.
5. Umstellung: ein letzter Abgleich von Bestellungen und Kunden, dann geht der aktualisierte Shop in einer ruhigen Verkaufsphase live.
Von PrestaShop 1.7 auf 9 geht es meist nicht mit einem Klick: Man geht über Version 8 oder migriert die Daten in eine neue Installation. Welcher Weg sich lohnt, zeigt der erste Check.
Wovon die Kosten abhängen
Eine feste Zahl nennen wir nicht, weil zwei PrestaShop-Shops sehr unterschiedlich sein können. Der Preis hängt ab von:
- der Ausgangsversion: Von 8 auf 9 ist es ein Schritt, von 1.6 fast ein Neubau;
- der Zahl der Module und davon, ob es kompatible Versionen gibt;
- dem Theme: Ein Standard-Theme wird angepasst, ein individuelles muss überarbeitet werden;
- den Änderungen im Code, über die Jahre gemacht und oft nicht dokumentiert;
- den Anbindungen an Warenwirtschaft, Versanddienstleister und Marktplätze.
Nach dem ersten Check schicken wir Ihnen ein schriftliches Angebot, Posten für Posten, mit Zeitplan. Wie wir arbeiten, steht auf der Seite zur PrestaShop-Entwicklung.